Ratgeber · Von Flo P. · geprüft am 21. Oktober 2026

24-Stunden-Pflege oder Pflegeheim: Was ist günstiger?

Angehörige schiebt eine Seniorin im Rollstuhl über eine Wiese

Im Pflegeheim zahlen Bewohner im ersten Jahr laut vdek durchschnittlich 3.364 € Eigenanteil im Monat. Eine 24-Stunden-Betreuung kostet über eine Agentur meist 2.800 bis 3.500 €, davon geht das Pflegegeld ab. Bei Pflegegrad 3 liegt der Eigenanteil zu Hause damit bei etwa 2.200 bis 2.900 €, plus Reisekosten.

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Was kostet Pflege zu Hause im Vergleich zum Heim?

24-Stunden-BetreuungPflegeheim
Eigenanteil pro Monat2.800–3.500 € minus PflegegeldØ 3.364 € im 1. Jahr
Beispiel Pflegegrad 3ca. 2.200–2.900 € + ReisekostenØ 3.364 € im 1. Jahr
ZusätzlichZimmer und Verpflegung für die Betreuungskraftim Eigenanteil enthalten
Wohnenim eigenen ZuhauseUmzug ins Heim
Betreuungeine feste Person, 1 zu 1Pflegeteam für viele Bewohner

Heim: bundesweiter Durchschnitt laut vdek, Stand 01.07.2026. Zu Hause: Spanne der Verbraucherzentrale, Stand 08/2026, Pflegegeld nach § 37 SGB XI.

Wird das Pflegeheim mit der Zeit günstiger?

Die Pflegekasse zahlt im Heim einen Zuschlag, der mit der Aufenthaltsdauer steigt (§ 43c SGB XI). Wer länger im Heim lebt, zahlt deshalb weniger als im ersten Jahr. Bei einer langen Pflegezeit kann das Heim auf Dauer günstiger werden als die Betreuung zu Hause.

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Wann passt eine 24-Stunden-Betreuung?

  • Es gibt ein eigenes, abschließbares Zimmer für die Betreuungskraft.
  • Die Betreuung wird für mindestens vier Wochen gebraucht.
  • Die Hilfe betrifft vor allem Alltag, Haushalt, Gesellschaft und Grundpflege.
  • Ihr Angehöriger möchte im eigenen Zuhause bleiben.

Wann ist das Pflegeheim die bessere Wahl?

  • Es wird regelmäßig nachts Hilfe gebraucht. Eine Betreuungskraft hat Ruhezeiten und ersetzt keinen Nachtdienst.
  • Es ist viel medizinische Pflege nötig. Betreuungskräfte sind keine Pflegefachkräfte. Medizinische Pflege zu Hause übernimmt ein ambulanter Pflegedienst, der sich mit der Betreuung kombinieren lässt.
  • Es gibt zu Hause kein freies Zimmer.

Häufige Fragen

Ist 24-Stunden-Pflege günstiger als ein Pflegeheim?

Im ersten Jahr meist ja, sobald ein Pflegegrad vorliegt: Bei Pflegegrad 3 liegt der Eigenanteil zu Hause bei etwa 2.200 bis 2.900 € plus Reisekosten, im Heim bei durchschnittlich 3.364 €. Ohne Pflegegrad ist die Betreuung zu Hause mit 2.800 bis 3.500 € ähnlich teuer.

Warum sinkt der Eigenanteil im Pflegeheim?

Die Pflegekasse zahlt im Heim einen Zuschlag auf den Pflegeanteil, der mit jedem Jahr Aufenthalt steigt (§ 43c SGB XI). Deshalb zahlen Bewohner ab dem zweiten Jahr weniger.

Kann man 24-Stunden-Betreuung und Pflegedienst kombinieren?

Ja. Die Betreuungskraft hilft im Alltag, medizinische Pflege übernimmt ein ambulanter Pflegedienst. Wie sich das auf das Pflegegeld auswirkt, klärt die Pflegekasse.

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Über den Autor: Flo P. betreibt betreut daheim und recherchiert die Ratgeber anhand amtlicher Quellen wie SGB XI, Verbraucherzentrale und vdek.

Quellen

  • vdek: Finanzielle Belastung von Pflegebedürftigen in stationären Einrichtungen, Stand 01.07.2026
  • Verbraucherzentrale: Kosten einer 24-Stunden-Betreuung über Vermittlungsagenturen, Stand 08/2026
  • § 37 SGB XI (Pflegegeld), § 43c SGB XI (Leistungszuschlag im Heim)

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