Ratgeber · Von Flo P. · geprüft am 20. Oktober 2026

24-Stunden-Pflege in München: Was kostet sie, und wer hilft?

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Für eine 24-Stunden-Betreuung über eine Agentur nennt die Verbraucherzentrale meist 2.800 bis 3.500 € im Monat, davon geht das Pflegegeld der Pflegekasse ab. Wer in München lebt, bekommt ab Pflegegrad 2 zusätzlich 500 € Landespflegegeld im Jahr vom Freistaat Bayern. Zum Vergleich: Im Pflegeheim zahlen Bewohner in Bayern im ersten Jahr durchschnittlich 3.270 € Eigenanteil im Monat.

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Was kostet eine 24-Stunden-Pflege in München?

PflegegradPflegegeldEigenanteil ca.
2347 €2.450–3.150 €
3599 €2.200–2.900 €
4800 €2.000–2.700 €
5990 €1.810–2.510 €

Agenturpreis 2.800–3.500 € im Monat laut Verbraucherzentrale (Stand 08/2026) minus Pflegegeld nach § 37 SGB XI, auf 10 € gerundet. Nicht eingerechnet: Reisekosten, Zimmer und Verpflegung für die Betreuungskraft, das Landespflegegeld und die Steuerermäßigung.

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Landespflegegeld: 500 € im Jahr zusätzlich

Der Freistaat Bayern zahlt Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 mit Hauptwohnung in Bayern ein Landespflegegeld von 500 € pro Jahr (Art. 2 BayLPflGG). Es kommt zum Pflegegeld der Pflegekasse hinzu und soll nicht auf Pflegeleistungen angerechnet werden (Art. 1).

Beantragt wird es beim Landesamt für Pflege, spätestens drei Monate nach Ende des Jahres, also bis 31. März des Folgejahres. Der Antrag gilt danach für die folgenden Jahre weiter. Ausgezahlt wird bis 31. Januar des Folgejahres (Art. 2 und 3 BayLPflGG). Als Nachweis reicht der Bescheid der Pflegekasse über den Pflegegrad.

Pflegeheim in Bayern zum Vergleich

Im ersten Jahr ist die 24-Stunden-Betreuung ab Pflegegrad 3 meist günstiger als das Heim. Weil der Zuschlag der Pflegekasse im Heim mit jedem Jahr steigt (§ 43c SGB XI), kann das Heim bei langer Pflegezeit günstiger werden.

AufenthaltBayernDeutschland
1. Jahr3.270 €3.364 €
2. Jahr2.942 €3.051 €
3. Jahr2.506 €2.633 €
ab 4. Jahr1.959 €2.111 €

Durchschnittlicher Eigenanteil pro Monat nach Abzug des Zuschlags der Pflegekasse. Der vdek veröffentlicht Landeswerte, einzelne Münchner Heime liegen darüber oder darunter. vdek: Finanzielle Belastung eines Pflegebedürftigen in der vollstationären Pflege, Bund und Bundesländer, Stand 01.07.2026.

Wo bekommen Sie in München kostenlose Beratung?

  • Fachstellen für pflegende Angehörige und Beratungsstellen für ältere Menschen und Angehörige: Beratung zu Pflege zu Hause, Tagespflege und Heim. Die Übersicht steht auf stadt.muenchen.de unter „Pflege Angehöriger“.
  • Alten- und Service-Zentren: Beratung, Kurse und Gruppen in den Münchner Stadtteilen.
  • Bezirkssozialarbeit 60 plus: Beratung für Menschen ab 60.
  • Präventive Hausbesuche der Stadt: kostenlose Besuche auf Wunsch, um Notlagen vorzubeugen.
  • Münchner Pflegebörse: freie Kurzzeit- und Dauerpflegeplätze in Heimen.
  • Wohnen Sie im Landkreis München, ist der Pflegestützpunkt des Landratsamts zuständig. Für Bürgerinnen und Bürger der Stadt ist die Landeshauptstadt die Anlaufstelle.
  • Verbraucherzentrale Bayern: Beratung zu Verträgen mit Vermittlungsagenturen.

Wann passt eine 24-Stunden-Betreuung?

  • Es gibt ein eigenes Zimmer für die Betreuungskraft.
  • Hilfe wird über den Tag verteilt gebraucht, mehr als zwei bis drei Stunden täglich.
  • Die Betreuung wird für mindestens vier Wochen gebraucht.
  • Regelmäßige Hilfe in der Nacht ersetzt sie nicht: Die Betreuungskraft hat Ruhezeiten.

Häufige Fragen

Was kostet eine 24-Stunden-Pflege in München?

Über eine Agentur meist 2.800 bis 3.500 € im Monat laut Verbraucherzentrale. Davon geht das Pflegegeld ab, bei Pflegegrad 3 sind das 599 €. Es bleiben etwa 2.200 bis 2.900 € plus Reisekosten.

Gibt es in Bayern zusätzliches Pflegegeld?

Ja. Ab Pflegegrad 2 zahlt der Freistaat 500 € Landespflegegeld im Jahr. Der Antrag geht an das Landesamt für Pflege, spätestens bis 31. März des Folgejahres, und gilt danach weiter.

Ist ein Pflegeheim in München günstiger?

Im ersten Jahr meist nicht: Der Eigenanteil im Heim liegt in Bayern im Schnitt bei 3.270 € im Monat, die 24-Stunden-Betreuung bei Pflegegrad 3 bei etwa 2.200 bis 2.900 € plus Reisekosten. Ab dem dritten Jahr sinkt der Heimanteil auf 2.506 €.

Wo gibt es in München Pflegeberatung?

Bei den Fachstellen für pflegende Angehörige, den Beratungsstellen für ältere Menschen und in den Alten- und Service-Zentren der Stadt. Der Pflegestützpunkt des Landratsamts ist nur für den Landkreis München zuständig.

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Über den Autor: Flo P. betreibt betreut daheim und recherchiert die Ratgeber anhand amtlicher Quellen wie SGB XI, Verbraucherzentrale und vdek.

Quellen

  • Bayerisches Landespflegegeldgesetz (BayLPflGG) Art. 1–3, gesetze-bayern.de, Fassung gültig ab 01.01.2026
  • Landesamt für Pflege: Landespflegegeld (lfp.bayern.de)
  • vdek: Finanzielle Belastung eines Pflegebedürftigen in der vollstationären Pflege, Bund und Bundesländer, Stand 01.07.2026
  • Verbraucherzentrale: Kosten einer 24-Stunden-Betreuung über Vermittlungsagenturen, Stand 08/2026
  • § 37 SGB XI (Pflegegeld), § 43c SGB XI (Leistungszuschlag im Heim)
  • Landeshauptstadt München: Pflege Angehöriger – Beratung und Unterstützung (stadt.muenchen.de)
  • Landratsamt München: Pflegestützpunkt (landkreis-muenchen.de)

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